unsere Herausforderungen
Tierschutzarbeit in Namibia ist unglaublich erfüllend – aber sie bringt auch echte Herausforderungen mit sich.
Zunächst die gute Nachricht:
In den Gemeinden, in denen wir arbeiten, mangelt es nicht an Tierliebe. Es gibt keine kulturelle Ablehnung, keine Gleichgültigkeit und keinen Mangel an verantwortungsvollen Hunde- und Katzenhalter:innen. Ganz im Gegenteil: Unsere Wartelisten sind lang, Kastrationstage sind oft innerhalb weniger Stunden ausgebucht und wir erhalten laufend Anfragen, unsere Arbeit doch bitte auszuweiten.
Dies alles zeigt deutlich, wie dringend unsere Arbeit gebraucht wird und wie sehr sie von den Menschen vor Ort geschätzt wird. Trotzdem steht Have a Heart vor einigen sehr realen Herausforderungen, die wir nur mit kontinuierlicher Unterstützung bewältigen können.
1.) Finanzierung – unsere größte Herausforderung.
Have a Heart Namibia erhält keine staatlichen Fördermittel.
Obwohl wir von Gemeinden, Stadträten, Dorfverwaltungen, traditionellen Autoritäten und sogar staatlichen Einrichtungen willkommen geheißen werden und erfolgreich in diesen Gemeinschaften arbeiten, wird unsere Arbeit ausschließlich durch Spenden und Fördermittel finanziert.
Wir sind zutiefst dankbar für die Unterstützung durch:
🐾 private Spender:innen in Namibia und international
🐾 Unternehmen, Stiftungen und Förderfonds
🐾 eine jährliche Förderung durch einen namibischen Trust
🐾 Animal-Kind International, das unseren medizinischen Notfallfonds zweimal jährlich unterstützt
🐾 die Brigitte Bardot Foundation in Frankreich
Zusätzlich organisieren unsere Freiwilligen regelmäßig Spendenaktionen. Dennoch decken diese Einnahmen nur etwa 65 % unserer jährlichen Kosten.
Das bedeutet: Ein erheblicher Teil unserer Arbeit hängt direkt von privaten Spenden ab.
Ohne diese Unterstützung können keine Kastrationstage stattfinden und Wartelisten werden länger.
2.) Entfernungen, Abgeschiedenheit und Logistik.
Namibia ist ein riesiges Land. Tierärztliche Versorgung ist außerhalb der größeren Städte oft kaum verfügbar.
Um die Tiere zu erreichen, die unsere Hilfe am dringendsten brauchen, legen Tierärzt:innen und Freiwillige häufig Hunderte von Kilometern zurück – mit Ausrüstung, Medikamenten und allem, was für eine Klinik benötigt wird.
Um das möglich zu machen, arbeiten wir eng mit lokalen SPCAs, anderen Tierschutzorganisationen und registrierten Hilfsprojekten zusammen, die näher an abgelegenen Gebieten tätig sind. Diese Partnerschaften sind unbezahlbar – doch auch sie sind vollständig auf Spenden angewiesen.
Für die Zukunft wissen wir:
• bezahlte Stellen werden notwendig, um weiteres Wachstum nachhaltig zu sichern
• der Ausbau mobiler Klinikkapazitäten ist entscheidend, um noch entlegenere Regionen zu erreichen
Ein zentrales Ziel ist die Ausstattung weiterer Tierärzt:innen mit mobilen Klinikanhängern. Diese würden unsere Arbeit erheblich effizienter machen und es ermöglichen, dort zu helfen, wo Hilfe bisher kaum erreichbar ist.
3.) Tierschutzunterricht.
Bildung ist ein entscheidender Baustein für nachhaltigen Wandel. Dank der Zusammenarbeit von PAKO Kids mit Have a Heart können wir unsere Tierschutz- und Aufklärungsarbeit für Kinder und Erwachsene weiterführen und ausbauen.
Im Jahr 2025 erschien eine spezielle Have-a-Heart-PAKO-Ausgabe, die auf kindgerechte, positive und namibische Weise Themen wie Mitgefühl, verantwortungsvolle Tierhaltung und Respekt gegenüber Tieren vermittelt. Schulen und Gemeinden sind offen und dankbar – und die Wirkung von Bildung ist überall dort spürbar, wo wir arbeiten.
Auch wenn unsere Hauptaufgabe weiterhin die dringend notwendige tierärztliche Versorgung ist, verbinden wir Kastrationstage bewusst mit Aufklärung: Wir beantworten Fragen, teilen Wissen und fördern verantwortungsvolle Tierhaltung, wann immer es möglich ist. So wächst Bildung Hand in Hand mit unserer praktischen Arbeit – und hilft, Leid zu verhindern, bevor es entsteht, und eine Zukunft zu schaffen, in der Mitgefühl für Tiere selbstverständlich ist.

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